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Herzlich Wilkommen auf der Website der Domburger Künstlerwoche
(Internationale Schildersweek "In het licht van Walcheren")

Die Internationale Schildersweek "In het licht van Walcheren" (auf Deutsch: Künstlerwoche "Im Licht von Walcheren") wird diesem Jahre zum neunten Mal im Badeort Domburg stattfinden. Seit 2003 organisiert unsere Stiftung Art & Performance während der Himmelfahrtswoche die Schildersweek zu organisieren. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden jährlich circa dreißig professionelle Künstler aus aller Welt nach Domburg eingeladen um hier miteinander die Woche rundum Himmelfahrt zu verbringen, und sich von der Umgebung und von ihren Kollegen inspirieren zu lassen - und Kunstwerke zu schaffen.

Der Ursprung der Schildersweek geht gewissermaßen auf die für Domburg wichtige Zeitspanne zwischen dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert zurück. Zu diesem Zeit entwickelte sich Domburg nicht nur zu einem Bade- und Kurort sondern auch zu einer Künstlerkolonie.

Das Programm der Schildersweek finden Sie unten am Ende dieser Seite.

Domburger Kunst

Der friedlicher Ort Domburg hat sich in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts, bleibend verwändert, hauptsächlich durch die Bemühungen des Herrn Dr. Johan Georg Mezger aus Amsterdam. Mezger war ein Fürsprecher der heilsamen Wirkung von Meerwasser und salzhaltiger Luft. , und er sah Domburg als die perfekte Stelle für die Gründung eines Kurorts. Er hatte sich derzeit schon ein weiter Kreis von berühmten Patienten erworben, und als er sich tatsächlich in Domburg installierte, sind seine wohlhabenden Adepten ihn bald gefolgt. In 1888 wurde das damalige kleine Pavillon auf den Dünen von den heutigen Badpaviljoen ersetzt, und manche vermögende europäische Familien bauten ihre Villen (die manchmal fast wie Palasten aussahen) auf den umringenden Dünen und verbrachten dort den Sommer. Die meisten Villen haben den Zweiten Weltkrieg leider nicht überlebt. Einige jedoch, wie das Badpaviljoen und die nächstliegende Villa Carmen Silva, lassen sich auch heute noch bewundern.

Im Kielwasser des europäischen Adels und Patriziats entdeckten auch mehr und mehr Künstler Domburg. Viele Künstler haben von jenem Moment an bis Anfang des 20. Jahrhunderts, ihre Sommer in Domburg verbracht - und natürlich ihre Bilder gemalt. Es gibt auch heute noch viele Gemälde, die Domburg darstellen, die umliegenden Landschaften, die typischen Meeresszenen mit den charakteristischen Holzpfählen auf dem Strand, oder die Bevölkerung der Halbinsel Walcheren. Diese Bilder erinnern uns auch heute noch, fast ein Jahrhundert später, an die Blütezeit der Domburger Kunstkolonie geblüht hat. Viele Künstler, die damals der Domburger Gruppe angehörten, sind weltberühmt geworden. Piet Mondriaan und Jan Toorop sind davon die bekannteste Künstler. Aber auch der große amerikanische Künstler Whistler hat damals während seiner Reise durch die Niederlande Domburg besucht (und dort gemalt), Am 17. August 1900 soll er Domburg zu seinen Biografen als „ein wunderbarer kleiner Ort, dass erst jetzt langsam entdeckt wird, aber noch nicht ausgebeutet wird“ beschrieben haben. Und genauso muss Domburg damals gewesen sein.

Nicht nur die wohlhabenden Badegäste (eine interessante Erwerbsquelle) waren für die Künstler ein Grund, um Domburg zu besuchen, sondern auch die friedliche Atmofphäre sowie die unberührte Umgebung, das Meer, aber warscheinlich mehr als alles andere das famose Domburger Licht. Das pittoreske Dörfchen hat sich durch die Jahre in einen richtigen Badeort verwandelt, aber irgendwie ist es ihm gelungen, viel von der alten gemütlichen Atmosphäre zu erhalten - was die Wintergäste sicher bestätigen werden. Die andere gute Nachricht: das berühmte Licht gibt es auch heutzutage noch - bezaubernd wie immer.

Unsere Stiftung hat sich zur Aufgabe gestellt, Gegenwärtskünstler die Möglichkeit zu bieten, die Magie Domburgs zu erleben und sie auf diese Weise in ihrer Arbeit herauszufordern. Wir hoffen, dass auf diese Art und Weise eine Wechselwirkung entsteht, die uns die Möglichkeit bietet, den Geist der damaligen Künstlerkolonie lebendig zu halten, der zum Ruf dieses wunderbaren Ortes im starken Maße beigetragen hat.